Flensburg Meister, Nettelstedt Rekordabsteiger, Eisenach erstmals drittklassig  
Nach einem zum Ende hin noch recht überraschenden Saisonverlauf hat sich die SG Flensburg-Handewitt am Sonntag nachmittag durch ein hauchdünnes 22:21 gegen Frisch Auf Göppingen zum zweiten Mal nach 2004 den Meistertitel in der Bundesliga gesichert. Der Titelverteidiger und neue Pokalsieger aus Mannheim landete auf dem zweiten Platz. Die drei Aufsteiger belegen die drei letzten Plätze, wobei die TSG Friesenheim seine beiden Rivalen durch ein 32:29 gegen Erlangen noch abfangen konnte und damit in der Bundesliga verbleibt, da es seit dieser Saison ja nur noch zwei Absteiger gibt. Der TuS N-Lübbecke und der TV Hüttenberg müssen dagegen zurück in die 2. Bundesliga. Für die Nettelstdter ist es der sechste Abstieg aus der 1.Bundesliga, womit sie in dieser Kategorie nun alleiniger Rekordhalter sind. Mitabsteiger Hüttenberg belegt in dieser Wertung mit dem fünften Abstieg nun den zweiten Platz (geteilt mit dem VfL Bad Schwartau). Als Aufsteiger in die 1. Bundesliga standen der Bergische HC (vierter Aufstieg) und die SG BBM Bietigheim schon seit längerem fest.

Aus der 2.Bundesliga steigen ThSV Eisenach, Eintracht Hildesheim, HSG TV Konstanz und die HG Saarlouis ab. Die Eisenacher Handballer werden in der kommenden Saison damit zum ersten Mal in ihrer Geschichte nicht in der höchsten oder zweithöchsten Spielklasse vertreten sein. 1950 noch als ZSG BMW Eisenach Teilnehmer an der ersten DDR-Feldhandballmeisterschaft, war die dann als "BSG Motor" bekannt gewordene Sportgemeinschaft aus der Wartburgstadt 1955 in die ein Jahr zuvor begründete DDR-Hallenhandball-Liga aufgestiegen und verbrachte die insgesamt 32* der folgenden 36 Spieljahre bis 1991 in der höchsten Spielklasse der DDR (bis 1964 DDR-Liga, dann DDR-Oberliga), womit die Eisenacher die längste Erstligazugehörigkeit aller Sportgemeinschaften (d.h. nicht-Clubs) aufweisen. Vier Abstiegen folgten jeweils vier sofortige Wiederaufstiege. Nach der Deutschen Wiedervereinigung kamen für den nun unter ThSV firmierenden Verein insgesamt zehn weitere Jahre in der 1. Bundesliga und 17 Jahre in der 2. Bundesliga hinzu. Im Feldhandball waren die Eisenacher von Beginn bis zum Ende des Spielbetriebs in der DDR nach der Saison 1967 bis auf eine Spielzeit (1966) immer erstklassig, 1958 gar Meister in der DDR geworden.

* inklusive der Pokalrunde 1957/58, in der die Meisterschaft in der DDR ausgesetzt war
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Listen der deutschen Handball-Länderspiele seit 1925  
Zum Jahresende stehen die aktualisierten Länderspiellisten der DHB-Nationalmannschaften Männer und Frauen zum Download. Verzeichnet sind neben allen Hallen-Länderspielen der DHB-Auswahlen auch sämtliche Feldhandball-Länderspiele und die entsprechenden Bilanzen.Für die geschichtlich interessierten Handballfreunde gibt es außerdem das Verzeichnis der Länderspiele der Männer- und Frauen-Auswahlen des DHV der DDR sowie der Männer-Auswahl des autonomen Saarlandes bis 1956 (eine Frauen-Auswahl gab es dort nicht).
» DHB-Länderspiele Männer bis 2017 (pdf, 650 kB) | » DHB-Länderspiele Frauen bis 2017 (pdf, 477 kB)
» DHV-Länderspiele Männer (pdf, 312 kB) | » DHV-Länderspiele Frauen (pdf, 270 kB) | » HVS-Länderspiele Männer (pdf, 58 kB)