Info Handball bei Olympischen Spielen
Feldhandball wurde 1931 in das olympische Programm aufgenommen. Handball war zu dieser Zeit praktisch nur in Mitteleuropa und Skandinavien bekannt. Bei den Spielen 1932 in Los Angeles wurde auf eine Austragung verzichtet, da die in Frage kommenden Teilnehmerverbände die Reisekosten nicht aufbringen konnten.

1936 fand schließlich das einzige olympische Feldhandball-Turnier in Berlin statt, welches Gastgeber Deutschland erwartungsgemäß souverän gewinnen konnte. Vor jeweils 100.000 Zuschauern wurden die letzten beiden Spieltage der Finalrunde im Berliner Olympiastadion ausgetragen. Das olympische Turnier von 1936 war der erste ausgetragene Wettbewerb für Nationalmannschaften überhaupt. Die erste Weltmeisterschaft fand erst zwei jahre später, wieder in Deutschland, statt.

1952 in Helsinki war Feldhandball noch einmal, diesmal allerdings nur als Demonstrationswettbewerb, bei den Olympischen Spielen vertreten. Schweden besiegte Dänemark im einzigen Spiel mit 19:11.

Erst 1972 kehrte der Handball schließlich "in den Olymp" der Sportarten zurück, diesmal in der Hallenvariante. Diese Entscheidung markiert den endgültigen Durchbruch des Hallenhandballs gegenüber seinem Vorläufer auf dem Großfeld. Seit 1976 sind auch die Frauen bei den Olympischen Spielen vertreten, wobei bis einschließlich 1984 nur ein relatives kleines Eingruppenturnier mit jeweils sechs Nationen veranstaltet wurde. Bei den Olympischen Spielen 2008 hatte das Frauen-Turnier erstmals den gleichen Umfang wie das Männerturnier.